Bachelorarbeit anfangen: Was tun, wenn alles blockiert?

Bis zum Ende ihres Studiums haben Studierende oft ein hohes Maß an Fachwissen in ihrem Studienfach erlangt und häufig auch praktische Erfahrungen gesammelt. Wenn es dann darum geht, das Studium mit der Bachelorarbeit abzuschließen, geraten viele ins Straucheln. Plötzlich entstehen Ängste und Unsicherheiten, gleichzeitig drängen viele andere Aufgaben. Die Abschlussarbeit wird aufgeschoben, begonnen und nicht beendet – oder gar nicht erst richtig angefangen. Das liegt meist weder an mangelnder Fähigkeit noch an fehlender Motivation, sondern daran, dass viele Belastungen gleichzeitig wirken: Anforderungen der Uni und der Prüfer:innen, eigene oder auch familiäre Erwartungen, Zeitdruck, Unsicherheit sowie begleitende Herausforderungen durch Job und Familie.
Geht es dir gerade ähnlich? Wir zeigen Dir in dem Beitrag, was hinter diesem Phänomen stecken kann und welche Lösungen es für den Einstiieg in deine Bachelorarbeit gibt.
Warum der Anfang so schwer ist
Der Beginn einer Bachelorarbeit stellt besondere Anforderungen. Anders als bei vielen anderen Prüfungsleistungen gibt es häufig keinen klar vorgegebenen Weg. Thema, Fragestellung, Aufbau und Vorgehen müssen eigenständig entwickelt werden. Diese Freiheit empfinden viele Studierende nicht als Entlastung, sondern als zusätzliche Herausforderung. Bis zu diesem Zeitpunkt haben die meisten Studierenden noch kein so umfangreiches und eigenständiges Projekt wie eine Bachelorarbeit bearbeiten müssen. Zudem fehlt vielen – abgesehen von einzelnen Haus- oder Seminararbeiten – die Routine im wissenschaftlichen Arbeiten und Schreiben. All dies wird jedoch in einer Bachelorarbeit abverlangt und wird obendrein bewertet. Das führt wiederum zu einem oft hohen Anspruch an die eigene Leistung. Der Wunsch, eine gute Arbeit abzuliefern, führt oft dazu, dass jeder Schritt intensiv hinterfragt wird. Entscheidungen fallen schwer, Gedanken drehen sich im Kreis, und statt ins Schreiben zu kommen, bleibt man im Planen, Abwägen, Schreiben und wieder Löschen hängen.
Auch eine fehlende Struktur spielt eine Rolle. Literatur wird gesammelt, Ideen werden notiert, Gliederungen entstehen und verschwinden wieder. Es entsteht viel Aktivität, aber wenig Klarheit. Das Gefühl, beschäftigt zu sein und dennoch kaum voranzukommen, verunsichert zusätzlich. Kennst du das auch?
Wenn der innere Druck zu groß wird
Immer wieder wenden sich Studierende an uns, die fachlich gut vorbereitet sind und trotzdem am Anfang ihrer Bachelorarbeit festhängen. Sie beschreiben eine Situation, in der der Kopf voll ist, Gedanken kreisen und dennoch kein klarer nächster Schritt sichtbar wird. Viele erzählen, dass sie sich selbst stark unter Druck setzen. Der Wunsch, eine gute Arbeit abzugeben, ist groß. Gleichzeitig wächst die Sorge, etwas falsch zu machen oder den eigenen Ansprüchen nicht gerecht zu werden. Entscheidungen fühlen sich schwer an, Unsicherheiten nehmen Raum ein, selbst einfache Schritte wirken plötzlich kompliziert.
Oft hören wir Sätze wie:
„Ich weiß, was zu tun wäre, aber ich kriege den Anfang einfach nicht hin.“
„Die Arbeit läuft ständig im Kopf mit – aber irgendwie sortiert sich nichts.“
„Ich komme mir vor, als würde ich langsam den Überblick verlieren.“
Dabei zeigt sich: Es geht selten nur um Organisation oder Fachwissen. Viele Studierende sind anfangs sehr motiviert und engagiert. Mit wachsender Unsicherheit nehmen innere Anspannung und Orientierungslosigkeit zu. Viele wissen irgendwann nicht mehr, was sie genau erreichen wollen und wie sie dorthin kommen sollen.
Was die Situation meist noch verschlimmert
In der Hoffnung, endlich ins Arbeiten zu kommen, greifen viele Studierende zu Strategien, die gut gemeint sind, aber die Situation oft zusätzlich verschärfen. Dazu gehört beispielsweise, möglichst viel Literatur zu sammeln, ohne zuvor geklärt zu haben, wonach eigentlich gesucht wird. Die Folge ist eine stetig wachsende Materialsammlung, die eher überfordert als unterstützt. Auch der Versuch, sofort perfekte Formulierungen zu entwickeln, blockiert häufig den Schreibprozess. Wer glaubt, jeder Absatz müsse von Beginn an druckreif sein, setzt sich selbst unter enormen Druck und kommt kaum ins Schreiben. Ein weiterer Punkt ist der Vergleich mit anderen. Berichte von Kommiliton:innen, die scheinbar mühelos vorankommen, verstärken oft nur das eigene Gefühl, hinterherzuhinken – unabhängig davon, wie realistisch diese Vergleiche tatsächlich sind.
Was stattdessen hilft
Am Anfang einer Bachelorarbeit wirkt vor allem eines entlastend: Struktur in die eigene Situation zu bringen. Sobald klar(er )wird, worum es konkret geht und was konkret erreicht werden soll, entsteht Orientierung, und damit auch Bewegung.
Viele Studierende profitieren davon, den Einstieg bewusst überschaubar und kleinschrittig zu halten. Nicht die ganze Arbeit auf einmal betrachten, sondern in kleine Schritte aufzuteilen, die machbar wirken. Hilfreich kann zum Beispiel sein:
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das eigene Thema in einem einzigen Satz zu formulieren
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aufzuschreiben, welche Frage die Arbeit am Ende beantworten soll
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drei zentrale Begriffe festzuhalten, die zum Thema gehören
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eine Mindmap zu erstellen, die die wesentlichen Inhalte einbezieht und andere abgrenzt
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sich vor dem Arbeiten ein konkretes Ziel für den Tag setzen und die Zielerreichung am Ende reflektieren
- bewusst in ruhigen, konzentrierten Phasen arbeiten und das Tagesziel auch wirklich erreichen wollen
Diese Schritte wirken unspektakulär. Sie schaffen jedoch etwas Entscheidendes: erste Orientierung und erste kleine Erfolge. Das macht den nächsten Schritt möglich.
Viele Studierende erleben es außerdem als unterstützend, Gedanken auszusprechen und Entscheidungen gemeinsam zu reflektieren. Ein Austausch schafft Übersicht, stärkt das Vertrauen in den eigenen Weg und bringt häufig genau die Ruhe zurück, die für konzentriertes Arbeiten gebraucht wird.

Wenn du dir Begleitung wünschst
Studierende haben grundsätzlich Ansprechpersonen: Betreuer:innen an der Hochschule, Freund:innen oder Familie. In der Praxis zeigt sich jedoch häufig, dass diese Unterstützung an Grenzen stößt. Betreuungsgespräche sind selten, zeitlich knapp oder stark auf formale Aspekte begrenzt. Für ausführliche Klärungen, gemeinsames Sortieren von Gedanken oder das Durchsprechen von Unsicherheiten bleibt oft wenig Raum. Auch das private Umfeld kann emotionale Unterstützung geben, verfügt jedoch meist nicht über die Erfahrung mit wissenschaftlichen Arbeiten, die für eine inhaltliche Orientierung hilfreich wäre. Gut gemeinte Ratschläge bleiben dann oft vage oder verunsichern zusätzlich. Manche Studierende entscheiden sich deshalb bewusst für eine begleitende Unterstützung.
Ich begleite Studierende durch ihre wissenschaftlichen Arbeiten, unterstütze dabei, Gedanken zu ordnen, Fragestellungen zu klären und Entscheidungen zu strukturieren – mit dem Ziel, dass du selbstständig weiterarbeiten kannst, aber jederzeit eine erfahrende Person hinter dir hast, die unterstützen und beraten kann.
Warum professionelle Begleitung eine echte Hilfe sein kann?
Wer bei der Bachelorarbeit feststeckt oder den roten Faden verliert, braucht oft vor allem Klarheit und Sicherheit Gemeinsam sortieren wir Gedanken, klären Fragen und entwickeln einen nächsten sinnvollen Schritt. Ich unterstütze dich dabei, die Arbeit methodisch aufzubauen, zeitlich zu strukturieren, nächste kleine Ziele zu setzen und erste Ergebnisse zu erreichen. So arbeitest du trotzdem eigenständig, mit mehr Orientierung und weniger innerem Druck. In der Begleitung geht es auch darum, Motivation zu stärken, Unsicherheit zu reduzieren und Sicherheit darin zu entwickeln, auf dem richtigen Weg zu sein. Manchmal bedeutet das auch, Kraft zu spenden und Mut zuzusprechen, wenn Zweifel überwiegen und Unsicherheiten zu stark werden.
Gemeinsam entsteht eine Arbeit, die du selbst verantwortest – aber mit Klarheit, Struktur und Unterstützung im Prozess.
Wenn du merkst, dass dir Austausch, Orientierung und Begleitung guttun würden, melde dich gern. Du kannst mir kurz schreiben, wo du gerade stehst – und wir schauen gemeinsam, ob und wie eine Zusammenarbeit sinnvoll ist.
Schreibe eine WhatApp oder SMS an Yvonne Kaiser-Bache (0163/3129563), eine E-Mail an info@akademische-dienste.de oder verwende gern auch das Kontaktformular. Wir melden uns schnellstmöglich bei dir.